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Baltische Staaten erinnern an den Teufelspakt

Unterzeichnung der Hitler-Stalin-Pakts 1939Unterzeichnung der Hitler-Stalin-Pakts 1939Estland, Lettland und Litauen haben am 74. Jahrestag des "Hitler-Stalin-Paktes" der Opfer gedacht. Kommunismus und Nationalsozialismus hätten Millionen Menschen das Leben gekostet, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Premierministern Andrus Ansip, Valdis Dombrovskis und Algirdas Butkevičius. Im Baltikum sei keine Familie von der Gewalt dieser menschenverachtenden Regimes verschont geblieben.

Im April 2009 beschloss das Europäische Parlament (EP) die Einrichtung eines gesamteuropäischen Gedenktages, der an den Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der UdSSR ins Gedächtnis rufen soll. Die Resolution basiert auf eine Idee der Prager Erklärung vom Juni 2008, die als ersten Václav Havel, Joachim Gauck, Vytautas Landsbergis und andere unterzeichnet haben.

Der Hitler-Stalin-Pakt erleichterte Hitler den Überfall auf Polen am 1. September 1939 und veränderte tiefgreifend die Landkarte Europas. Im geheimen Zusatzprotokoll des deutsch-sowjetischen Abkommens hatten Diktatoren am 24. August 1939 ihre Einflusszonen in Mitteleuropa und im Baltikum aufgeteilt.

Karrikatur zum Hitler-Stalin-PaktKarrikatur zum Hitler-Stalin-Pakt

Nach der deutschen Niederlage im Zweiten Weltkrieg wurden die Länder gemäß der Abmachungen unter Kriegsalliierten USA, Großbritannien und Sowjetunion in Jalta und Potsdam 1945 gegen ihren Willen zu besetzten Sowjetrepubliken und erlangten erst 1991 ihre Unabhängigkeit wieder. Bis heute hat Russische Föderation als rechtlicher Nachfolgestaat der UdSSR die Besetzung nicht anerkannt. Auch die Linksparteien erinnern sich nicht gerne an diese historische „Heirat“ zwischen zweier Diktatoren und deren grausame Folgen. Genau so haben aber auch die Weststaaten vergessen, dass sie 1945 bei den Verhandlungen mit Stalin in Jalta und Potsdam mit den dort geschlossenen Abkommen die baltische Staaten den Stalin „verkauft“ hatten.

Info:
Der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt, in der Geschichte bekannt als Hitler-Stalin-Pakt oder Molotow-Ribbentrop-Pakt war ein auf zehn Jahre befristeter Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion, der am 24. August 1939 (mit Datum vom 23. August 1939) in Moskau vom Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop und dem sowjetischen Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Josef Stalins und des deutschen Botschafters Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg unterzeichnet wurde. Der Pakt garantierte dem Deutschen Reich die sowjetische Neutralität bei einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen und den Weststaaten und gestattete andererseits der Sowjetunion, im Ersten Weltkrieg verlorene Territorien des russischen Kaiserreichs wiederzugewinnen.

Mit einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Interessensphären beider Staaten abgegrenzt: Finnland, Estland, Lettland fielen in das sowjetische Interessengebiet, Litauen in das deutsche. Das umstrittene Wilnaer Gebiet wurde dabei Litauen zugerechnet. Der Nichtangriffspakt wurde mit dem Deutsch-Sowjetischen Grenz- und Freundschaftsvertrag verändert und ergänzt. Dieser wurde am 28. September 1939 abgeschlossen, nachdem die Wehrmacht im Polenfeldzug das westliche Polen und die Rote Armee Ostpolen militärisch besetzt hatten. In einem begleitenden geheimen Abkommen wurde die Aufteilung Polens und des Baltikums vereinbart, sowie ein Austausch seiner deutschen, ukrainischen und weißrussischen Bevölkerung. Mit dem Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 brach die Reichsregierung den Vertrag. (Quelle: Wikipedia)

Lesen Sie noch bitte „Der weiße Fleck“ von Heinrich Olschowsky im Tagesspiegel

Foto: Karikatur zum Hitler-Stalin-Pakt 1939

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