Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


In Berlin wurde Litauens Ratsvorsitz gefeiert

Botschafter der Republik Litauen in der 							Bundesrepublik, Deividas MatulionisBotschafter der Republik Litauen in der Bundesrepublik, Deividas MatulionisBerlin/DBBL. Litauen übernahm von Irland zum 1. Juli turnusmäßig den Ratsvorsitz der Europäischen Union (EU). Kernthemen der Ratspräsidentschaft, so die litauische Regierung, werden wachsendes und offenes Europa sein. Dazu möchten die Litauer die Bankenunion und weitere Finanzmarktreformen voranbringen. Das Hauptziel wird sein, die zuvor vereinbarten Reformen durchzuführen und zu entwickeln, darunter – wirtschaftliche Steuerung und Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion.

Ferner will Litauen die Beendigung des Energiebinnenmarktes und eine Strategie zur Entwicklung des Ostseeraums sowie den Schutz der Außengrenzen vorantreiben. Ende November ist in Vilnius ein Gipfel geplant, bei dem ein Assoziierungsabkommen mit der Ukraine unterzeichnet werden könnte. Aber auch die Förderung des Freihandels mit den USA, Kanada und Japan gehören zu den Hauptthemen.

Feierlichkeiten in Berlin
Anlässlich der Übernahme des Vorsitzes im Rat der Europäischen Union beehrte sich der Botschafter der Republik Litauen in der Bundesrepublik, Deividas Matulionis die Freunde und Unterstützer des Landes zur Eröffnung der EU-Ratspräsidentschaft in Berlin einzuladen.

Dabei waren Michael Georg Link, Staatsminister im Auswärtigen Amt, Daniel Gerard Mulhall, Botschafter Irlands, Bernd Moser und Hans-Jörg Derra, Honorarkonsule Litauens in Thüringen und Sachsen und Hella Dunger-Löper, Staatssekretärin im Senat Berlins.

Das musikalisches Festabend fand im Großen Saal des Roten Rathauses statt. Grußworte an Litauen richtete Regierender Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit. Zur Wort kam auch Dr. Miro Kovač, Botschafter der Republik Kroatien. Sein Land wurde am 1. Juli als das 28. Mitglied in die Gemeinschaft der Europäischen Union aufgenommen. Das kleine Land an der Adria muss aber weiterhin Reformen durchführen und kann jetzt von litauischen Erfahrungen profitieren.

Durch die Feierlichkeiten führte das internationale Orchester „Kremerata Baltica“ unter der Leitung des weltweit geschätzten Violinisten Gidon Kremer ausgewählte Musikwerke auf. Dargestellt wurden u.a. „Avanti“ Op. 135 (2011) für Streichorchester von Vytautas Barkauskas, „Gidon Sun Sounds“, geschrieben von Leonid Desyatnikov (geb. 1955), Auszüge aus „Die russischen Jahreszeiten“ und „Der blühende Jasmin“ für Violine, Vibraphon und Streichorchester von Georgs Pelēcis (geb. 1947): Als Solisten waren Gidon Kremer und Andrei Puschkarew zu hören.

Orchester "Kremerata Baltica" unter der Leitung des weltweit geschätzten Violinisten Gidon KremerOrchester "Kremerata Baltica" unter der Leitung des weltweit geschätzten Violinisten Gidon KremerAlle vorgetragene Musikstücke, deren teilweise einzigartige und erfrischende Klänge den ganzen historischen Raum erfüllten, waren mit Gefühlsbetontheit, Treibkraft, Poesie, Drama und Phantasie erfüllt. Das Streichorchester und Solisten bekamen nach der Konzert als Dankeschön zurecht einen langen und herzlichen Applaus.

Zum Ausklang der Veranstaltung lud Seine Exzellenz Matulionis seine Gäste zu einem Empfang ein, wo traditionelle litauische Leckerbissen serviert wurden: Uressen der Litauern, herzstärkendes Schwarzbrot mit Kümmel aus der litauischen Bäckerei „June“ in Berlin, Nationalgericht Zeppelin (auf Litauisch „cepelinai“, Kartoffelklöße mit Füllung) und typisch litauische Gemüsebeilagen wie Rüben, Karotten, Kohl und rote Beete. Zum Dessert gab es Schokolade und Baumkuchen (šakotis), natürlich aus Litauen.

In der Foyer des Berliner Rathauses war eine Ausstellung „Poetische Dokumente“ von litauischer Fotografen, Schriftsteller und Filmemacher verschiedener Generationen zu sehen.

Text: Aino Siebert, Berlin

Info:
Kremerata Baltica wurde 1997 von Gidon Kremer ins Leben gerufen. Durch intensive Arbeit mit dieser Formation möchte der Geiger, 1947 in Riga (Lettland) geboren, seine reiche musikalische Erfahrung an hochbegabte Musikerinnen und Musiker der drei aufstrebenden baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen weitervermitteln. Das eigenständige Musikleben dieser drei Länder will er durch diese Initiative ermutigen und fördern. Ein strenges Auswahlverfahren geht der Aufnahme voraus. Für die reüssierenden Musikerinnen und Musiker eröffnet sich in Vorbereitung und Durchführung der rund 60 Konzerte pro Saison die Chance, sich mit herausragenden Solisten und Dirigenten austauschen zu können.

Von den meisten weltweit führenden Violinisten hat Gidon Kremer die wahrscheinlich außergewöhnlichste Karriere hinter sich. Geboren in Riga, Lettland, begann er die musikalische Laufbahn bereits im Alter von vier Jahren. Seine ersten Lehrer waren sein Vater und Großvater – beide hervorragende Streicher.

Der außerordentlich leistungsfähige Musiker hat mehr als 120 Alben produziert, von denen viele ihm renommierte internationale Auszeichnungen zur Anerkennung seines besonderen Interpretationsvermögen brachten. Seine Repertoire ist erstaunlich umfangreich. Es beinhaltet sowohl klassische und romantische Standardwerke für Violine, als auch Stücke von Meisterkomponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. Kremer trat auch für die Werke der heutigen russischen und osteuropäischen Tondichter ein und schloss Bekanntschaften mit diversen Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Giya Kancheli und vielen anderen. Ihre Musik hat der Violinist dem Publikum auf traditionsgetreue und zugleich moderne Weise präsentiert.

Infoquelle: EU2013LT

Fotos: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.