Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Der Aggressor darf nicht besänftigt werden

52. Sicherheits-Konferenz in München52. Sicherheits-Konferenz in MünchenVon Thomas Michael, Detmold

Die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė hat an der 52. Münchener Sicherheitskonferenz teilgenommen. Dort hielt sie eine von dem Fernsehkanal Phoenix direkt übertragene Rede zur aktuellen Sicherheitslage. Die Staatschefin des größten baltischen Landes warf mit deutlichen Worten Russland einen „heißen Krieg“ vor. Sie wies darauf hin, dass es offene russische Aggression in der Ostukraine gebe. Die Befürchtungen bei den osteuropäischen NATO-Partnern sind so groß, dass das Militärbündnis reagieren musste. Die Verteidigungsminister der NATO-Mitgliedsstaaten haben in der vergangenen Woche eine stärkere Präsenz der Allianz in Ost-Europa beschlossen.

Später fand ein Gespräch statt, an dem neben Grybauskaitė noch die Präsidenten Petro Poroschenko (Ukraine), Sauli Niinistö (Finnland), Andrzej Duda (Polen) und Martin Schulz (EU-Parlament) teilgenommen haben.

Grybauskaitė prangerte dabei nochmals die Verletzungen internationaler Regeln durch „ein ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates“ an. Man dürfe nicht blind sein gegenüber den russischen Militäraktionen in der Ostukraine und in Syrien.

Auf Änderungen der Sicherheitslage müsse schneller reagiert werden, so Grybauskaitė weiter. Der NATO-Gipfel in Warschau (8.-9. Juli) müsse klare Entscheidungen treffen, um Gefahren nicht nur vorzubeugen, sondern sie auch abzuwehren. Litauen und seine Nachbarn werden im Turnus Streitkräfte stationieren und Luftverteidigung und Entscheidungsmechanismen aneinander anpassen.

Verantwortung für die eigene Sicherheit der einzelnen Länder sei besonders wichtig, meinte die Präsidentin. Ihr zufolge hat Litauen seinen Verteidigungshaushalt aufgestockt und die Wehrpflicht wieder eingeführt.

Teilnehmer der 52. Münchener Sicherheitskonferenz waren Jordaniens König Abdullah II., die Premierminister Manuels Valls (Frankreich), Giorgi Kvirikaschvili (Georgien) und Haider al-Abadi (Irak) sowie NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg, US-Außenminister John Kerry, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und die Verteidigungsminister Großbritanniens und Frankreichs.

Foto: Präsidialamt Litauens

 

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.