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Raimonds Vējonis ist Lettlands neuer Staatschef

Raimonds VējonisRaimonds VējonisDer amtierende Verteidigungsminister Raimonds Vējonis (48) ist Nachfolger von Staatspräsident Andris Bērziņš. Der 70-jährige verzichtete auf eine zweite Amtszeit. Vējonis konnte sich am 3. Juni im lettischen Parlament, das Saeima, erst im fünften Wahlgang durchsetzen.

Mit dem Wahl von Vējonis schreibt das Nachbarland von Estland und Litauen ein wenig Geschichte, denn Lettland stellt als erstes Mitgliedsland der Europäischen Union (EU) einen grünen Staatschef vor. Der studierte Biologe will nun sein Land richtig umweltfreundlich gestalten. Vējonis wird sein Amt am 8. Juli antreten. Der neue Präsident ist verheiratet und Vater von zwei Söhne.

Geboren ist Vējonis 1966 in dem russischen Bezirk Pskow. Nach dem erneuten Ausruf der Unabhängigkeit Lettlands kam der Lette in seine Heimat zurück und war in der livländischen Kleinstadt Madona (deutsch: Madohn) als Lehrer tätig. Der Staatspräsident im spe engagiert sich seit 1990er Jahren politisch und ökologisch. Seit rund eineinhalb Jahren ist der Umweltaktivist Verteidigungsminister im Kabinett von Ministerpräsidentin Laimdota Straujuma.

„Meine Hauptziel wird die innere und äußere Sicherheit unseres Landes sein“, sagte Vējonis nach seiner Wahl. Er will sich für die Stärkung des lettischen Militärs einsetzen und die Grenzen Lettlands besser sichern. Der amtierende Verteidigungsminister will als Staatspräsident zudem noch den Kontakt zu der westlichen Verteidigungsallianz NATO vertiefen.

Nach dem Russland die zur Ukraine gehörende Schwarzmeer-Halbinsel Krim vor mehr als einem Jahr annektiert hat, fühlen sich die Balten nicht mehr sicher. Sie befürchten einen Einmarsch der russischen Truppen. Vējonis würde gerne die Beziehungen zu Russland verbessern, doch "solange Raketen und schwere Waffen in der Ostukraine im Einsatz sind, ist das nicht möglich", sagte er. Dennoch ist das frisch gewählte Staatsoberhaupt zu einem konstruktiven Austausch mit Russland bereit.

In Lettland hat der Staatschef viel Einfluss. Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, schlägt den Premierminister vor und hat das Recht, dem Saeima Gesetzesvorhaben vorzulegen oder solche zurückzuweisen.

Vējonis wurde vom Bündnis der Grünen und Bauern zum Präsidentenamt vorgeschlagen. Die Partei regiert in der Koalition von Straujuma. Die Regierungschefin zeigte sich mit der Wahl zufrieden. Ihre Partei Einheitsblock hatte keinen eigenen Kandidaten vorgestellt. Der weitere Koalitionspartner, Nationale Allianz schickte den europäischen Richter Egils Levits ins Rennen.

Foto: Facebook

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