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Lettland liefert Tatverdächtigen nach Deutschland aus

 

Daniel SteinertDaniel SteinertVor eineinhalb Jahren wurde in Waldesch (Landkreis Mayen-Koblenz in Bundesland Rheinland-Pfalz) in der Nacht um 3:45 Uhr der Discobetreiber Daniel Steinert (35) vor seinem Haus erschossen. Nach langer Ermittlungsarbeit wurde nun ein Tatverdächtiger festgenommen. Wie das Fernsehfunk SWR meldet, ist ein 35-Jährige Mann von Lettland nach Deutschland ausgeliefert und am Frankfurter Flughafen von deutschen Justiz verhaftet worden.

Die Ermittlungsbehörde in Koblenz geht davon aus, dass der Festgenommene zusammen mit einem Mittäter den einstigen Geschäftsführer des Tanzlokals „Dance Palace“ ermordet hat. Die Disco war vor allem unter jungem russischstämmigen Publikum beliebt. Das Bundeskriminalamt (BKA) hatte zusammen mit lettischen Justizbehörden durch eine Fallanalyse die Tatverdächtigen identifiziert. Sie stammen aus Kasachstan und Russland. Die Männer waren wegen eines Zolldelikts in Lettland inhaftiert worden. Die Anklagebehörde in Koblenz hatte danach einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlich durchgeführten Mordes erlassen und die Auslieferung der mutmaßlichen Täter aus Lettland beantragt.

Die Ermittlungen zu der Tat sind noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass auch der zweite Tatverdächtiger bald von Lettland ausgeliefert wird. Zu den Mordmotiven gibt es noch keine Angaben.

Rückblick:

Der Fall war von Anfang an nebulös. Steinert wurde in der Nacht zum 7. September 2013 getötet. Er verließ seine Disco im Wallersheimer Weg in Lützel gegen 3:30 Uhr und fuhr danach mit seinem auffälligen Wagen, Marke Mercedes R280 mit litauischen Kennzeichen, nach Hause in Waldesch. Nur 15 Minuten später hörten mehrere Zeugen Schüsse, danach soll ein Wagen weggefahren sein. Ein Passant fand dann den erschossenen Steinert um 5:35 Uhr neben seinem Mercedes.

Die Polizei, die in alle Richtungen ermittelte, wandte sich an die Öffentlichkeit, um mehr Informationen über Steinert und sein Umfeld zu bekommen. Eine Belohnung von 10.000 Euro wurde für die sachliche Hinweise ausgelobt. Sogar Mantrailer-Personenspürhunde, die fähig sind, die kleinste menschliche Duftspur zu verfolgen, waren im Einsatz. Durchleuchtet wurden auch die „vielschichtigen Geschäfte des Opfers in Osteuropa“.

Foto: Polizei

 

 

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