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NATO will im Osten Präsenz zeigen

Nato-Flagge - SymbolbildLaut Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) will die westliche Verteidigungsbündnis NATO in ihren östlichen Mitgliedstaaten eine dauerhafte Präsenz aufbauen.

Demnach soll in Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien und Bulgarien eine sogenannte NATO -Very High Readiness Joint Task Force" (VJTF) gebildet werden. Eine örtliche Stabsabteilung wird aus rund vierzig Militärs bestehen und zur Hälfte vom Mitgliedsland selbst aufgestellt werden. Aufgaben der örtlichen Stabsmannschaft sind es die Übungen der neuen schnellen Eingreiftruppe „Speerspitze“ vorzubereiten und im Ernstfall als Kommandostelle funktionieren.

Endgültige Pläne werden laut FAS am 5. Februar bei einen Treffen der Verteidigungsminister der NATO-Länder abgesegnet. Für den notwendigen Aufbau werden in diesem Jahr 25 Millionen Euro aus der Gemeinschaftskasse zur Verfügung gestellt. Insgesamt wird das Projekt für die NATO bis zu 800 Millionen Euro kosten. Den Rest, 90 Prozent der Gesamtkosten müssen die Mitgliedsländer allerdings selbst finanzieren. Der Eingreiftruppe soll aus einer Brigade mit etwa 5000 Soldaten bestehen und binnen sieben Tagen, die bewegliche Truppe nach 48 Stunden, einsatzbereit sein um die Außengrenzen der NATO zu verteidigen. Die Führung der schnellen Speerspitze-Truppe wird jeweils für ein Jahr ein Mitgliedsstaat übernehmen. Bis Ende des Jahres wird die Truppe der 25.000 Mann starken NATO Response Force (NRF) von Deutschland geleitet. Zusätzlich zum Kommando steuert er auch 4000 Soldaten und Unterstützungskräfte bei. Die NRF kann zwar binnen 30 Tagen überall auf Welt zuschlagen, doch ist damit für ein Szenario, wie auf dem von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim, noch viel zu langsam. Von April an soll jede dritte Monat eine Kompanie von US-Fallschirmjägern die Schnelltruppe komplettieren. Die Amerikaner dienten schon vor einem Jahr in der baltischen Staaten und Polen. Es ist vorgesehen, dass die Soldaten von Bundeswehr in Polen, Litauen und in Lettland zum Einsatz kommen. Deutschland will sich zudem an weiteren Unterstützungsmaßnahmen beteiligen.

Das Projekt wurde als Reaktion auf die Ukraine Krise auf dem NATO-Gipfeltreffen am 4. und 5. September 2014 im walisischen Newport beschlossen. Die vorläufige Truppe sei eine Zwischenlösung, bis 2016 eine größere Einheit organisiert wird. Die Bundeswehr spielt in der Truppe eine zentrale Rolle. Die VJTF besteht vor allem aus Soldaten des Deutsch-Niederländischen Korps in Münster. Die Truppe, der neben Landstreitkräften auch Luft-, See- und Spezialkräfte zugeordnet sein werden, wird von den USA logistisch unterstützt.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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