Das Baltikum-Blatt

Baltikum

Grüne Woche 2015 in Berlin: Leckeres Lettland

Veröffentlicht: 02. Januar 2015

 

Brot aus LettlandBrot aus LettlandWährend der zehn Tage der Grünen Woche, der weltgrößten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau in Berlin, präsentiert das diesjährige Partnerland Lettland eine riesige Auswahl seiner landestypischen Spezialitäten. Vom 16. bis 25. Januar wollen mehr als 100 Produzenten aus dem baltischen Staat ihre Nahrungs- und Genussmittel vorstellen. Im Mittelpunkt der Präsentation in Halle 8.2 stehen die sieben Produktgruppen Brot, Bier, Honig, Käse, Fleisch, Öle und Gewürze sowie Süßwaren.

Lettisches Brot – die baltische Benchmark
Das lettische Brot ist legendär. Auf der Grünen Woche gibt es dunkles und helles Früchtebrot, Walnuss- und Karottenbrot, Süßsauer-brot und das sagenhafte Roggenbrot. Von dem schwärmen sogar die baltischen Nachbarn. Als „Röstbrot“ zum Bier ist es eine Delikatesse, die zudem den Alkoholgehalt des Bieres ein wenig kompensieren kann.

So vielseitig die Brot-Variationen, so vielseitig sind die lettischen Biersorten auf der internationalen Event. Nur „Hell“ oder „Dunkel“ wäre den Letten zu simpel. Mehr als ein halbes Dutzend Sorten werden im Laufe der Grünen Woche in der Messehalle kredenzt. Wem das nicht genügt: Es gibt sogar ein erfrischendes Bier-Eis.

Honig – nicht immer eine süße Sache
Vom Bier zum Honig-Bier ist es nur ein kleiner Schritt. Denn auch die lettischen Honig-Variationen sind schier unübersichtlich: Vom Heidekraut- über Mandel- und Haselnuss-Honig bis zu Knoblauch-, Propolis- und Zitronen-Honig oder Honig mit Weißdornöl reicht die Palette. Selbst Pollenhonig, ein Relikt aus der Urzeit der Honiggewinnung, als die Honigschleuder noch nicht erfunden war, wird bei den Letten verkostet.

Die Besucher der Grünen Woche können sich auch von den Käse-Variationen des Landes überzeugen: Käse mit Samenkörnern oder Tomaten, mit Bockshorn- oder Honigklee, mit Knoblauch oder Brennnesseln, nach Emmentaler, französischer, griechischer oder holländischer Art, aus Kuh- oder Ziegenmilch, ja sogar nach russischem Rjashenka-Rezept – den Letten ist keine Idee zu spektakulär, um Marktnischen zu erobern.

Auch beim Fleisch geht es vielseitig zu. Weil mehr als 54 Prozent der Landesfläche Waldgebiete sind, finden sich auf lettischen Speisekarten neben Schwein und Kalb auch Elch und Hirsch, Reh und Wildschwein. Und wer Kaninchen, Schafs- oder Straußenfleisch probieren möchte, wird in der Lettland-Halle auf den Geschmack kommen. Bei einem Fleisch-Selbstversorgungsgrad von mehr als 140 Prozent (Deutschland: 119 Prozent) ist Lettland ein typisches Fleisch-Exportland.

Öle und Gewürze – reiche Auswahl, vielseitiger Geschmack
Zucker und Salz als Gewürzkombination mag ebenso ungewohnt anmuten wie Leinsamen mit Inulin. Die Öl- und Gewürzauswahl in der Lettland-Halle dürfte es mit manchem Fachgeschäft aufnehmen. Auf der Grünen Woche präsentiert das Partnerland vom Hanfsamenöl- und aufstrich über Leinsamen mit Äpfeln, Karotten, Quitten, Zimt und Johannisbeeren bis zu Weißdornpfeffer, Blaubeer- oder Vogelbeer-Essig außergewöhnliche Zutaten, die Gerichte schmackhaft machen. Immer wieder dabei ist Knoblauch, zum Beispiel als marinierte Knoblauchblüten.

Cheesecake- oder Kürbis-Eis mit Quitten, Ziegenmilch- oder Weißdornsorbet – wer Süßes mag, ist bei den Letten richtig. Die Schokoladen- und Pralinen-Produktion hat in Lettlands Hauptstadt Riga lange Tradition. Hinzugekommen sind heute Cranberrys – als Baiser oder knackige Puderzuckerbonbons. Neben kandiertem Rhabarber und Kürbis gibt es Torten-Spezialitäten, Birkensaftsirup und vieles mehr. Und nicht fehlen dürfen Pralinen mit Balsam, jenem legendären Kräuterlikör, der in Lettland für und gegen alles hilft.

www.gruenewoche.de

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

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