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Putins Propagandist Markow droht baltische Staaten

Sergei MarkovSergei MarkovDer Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Sergei Markow hat erneut Drohungen ausgesprochen. Erst im Juni drohte der Russe mit einem Dritten Weltkrieg Einem Bericht des schwedischen Fernsehsenders SVT zufolge sagte Markow, dass Estland und Lettland durchaus einen Grund haben, Angst zu haben, denn sie liefen wegen ihrer Unterdrückung der russischen Minderheit im Konfliktfall Gefahr, von der Weltkarte zu verschwinden. "Wenn ein großer Krieg kommen sollte, ist es möglich, dass von diesen Ländern nichts übrig bleibt", wird Markow von SVT zitiert.

Die ehemaligen Sowjetrepubliken machen sich Sorgen, dass Moskau nicht nur die Ukraine destabilisieren will, sondern auch einen Einmarsch in die baltischen Staaten plant. Estland hat bis heute mit Russland keinen gültigen Grenzvertrag. Vor einige Zeit wurde vom estnischen Territorium der Sicherheitsbeamte Eston Kohver nach Russland entführt. Er sitzt jetzt wegen angeblicher Spionage im Moskauer Gefängnis Lefortowo. Ihm wurde ein staatlicher Pflichtverteidiger zur Seite gestellt.

In Estland sind 25 Prozent der Bevölkerung russischstämmig. Doch ihnen fehlt eine charismatische Führungskraft. Nach der sogenannten Bronzenacht in Tallinn im 2009 verhalten sich die in Estland lebenden Russen still. Man geht davon aus, dass die damalige Unruhen von Kreml aus gesteuert wurden.

Lettland hat dagegen eine starke russische Minderheit, die auch politisch aktiv ist. Dort sprechen rund 40 Prozent der Bevölkerung Russisch.

US- Präsident Barack Obama hat Anfang September bei einem Besuch in Tallinn den baltischen NATO- Partnern demonstrativ den "unerschütterlichen Beistand" versprochen: "Er ist unzerbrechlich, er ist felsenfest und er ist ewig." Zugleich kündigte Obama die Entsendung weiterer Soldaten der US- Luftwaffe und Flugzeuge in die baltische Staaten an.

Ratgeber mit sowjetischer Rhetorik
Markow behauptet, Russland muss seine Landsleute in feindlichen Staaten retten. Die Annexion von Krim sei als "Verteidigung gegen eine feindselige soziale Umgebung voller Russenhass" gewesen. Die ukrainische Regierung bezeichnet der Berater von Putin als „Junta“, in dem Land herrscht ihm zufolge „Faschismus“. Nur in den ukrainischen Gebieten, in denen sich russische Soldaten befinden, leben die Menschen in der Demokratie mit Meinungsfreiheit.

Aussagen des Propagandisten zeigen, dass die Russische Föderation die sowjetische Propagandarhetorik übernommen hat. Markow, der am eigenen Leibe Faschismus noch nie erlebt hatte, bestätigte zudem, obwohl sein Chef dies immer noch leugnet, dass in der Ost-Ukraine tatsächlich russische Söldner gegen ukrainische Armee kämpfen.

Foto: Wikipedia

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