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Einreiseverbot für Iwan Ochlobystin in Estland und Lettland

Foto aus der Serie „Interny“Foto aus der Serie „Interny“Der russische Schauspieler und Oppositionspolitiker Iwan Iwanowitsch Ochlobystin (48) hat sich während einer Rede in Nowosibirsk als homophob geoutet. Er erklärte, dass er Homosexuelle am liebsten lebendig im Ofen verbrennen würde, denn sie seien eine Gefahr für seine Kinder. Der Russe ist für seine radikale Ansichten bekannt. Er meinte zum Beispiel auch, die Ebolakranken seien Außerirdische, die später von den Toten auferstehen. Doch seine politischen Ambitionen reichten einst bis zum Präsidentenamt.

Eigentlich ist Iwan Iwanowitsch russisch-orthodoxer Priester. In Russland wurde er jedoch der breiten Öffentlichkeit bekannt durch Krankenhaus-Comedy-Serie "Interny", die auch in den früheren Sowjetrepubliken wie Weißrussland und Kasachstan populär war. Schauspielerei und Predigen passten irgendwann nicht zusammen und so beantragte Ochlobystin von Patriarch Kyrill I. seine Beurlaubung. Einige Quellen behaupten, der Geistlicher wurde dazu gezwungen.

Man könnte denken, dass der Familienvater von sechs Kindern durch seine Filmrolle in „Zagowor“ (Verschwörung) den Realitätssinn verloren hat und munter den Wanderprediger Grigori Rasputin weiterspielt. Oder fühlt er sich als Hofnarr des Iwan dem Schrecklichen, den er im Film „Zar“ verkörperte?

Der Russe bezeichnet sich gern auch als zarentreuen Monarchisten und meint, dass Russland dazu geboren wurde um Kriege gegen andere Ländern zu führen. Seine politische Heimat war die Nationalbolschewistische Partei Russlands, die 2005 verboten wurde. Die Partei gilt als rassistisch, sozialpopulistisch und antidemokratisch.

Estland folgte jetzt den Beispiel von Lettland und der Ukraine und hat Iwan Ochlobystin die Einreise verboten. Der lettische Außenminister begründete das Einreiseverbot mit der "Aufstachelung zu ethnischem Hass".

Info:
Die Eltern von Iwan Ochlobystin hatten einen Altersunterschied von 39 Jahren. Sein Vater war Chefarzt, die Mutter Ökonomin und Ingenieurin. Der Russe studierte Kinematographie. Der erste Film, der komplett unter seiner Regie aufgenommen wurde, war "Arbitr". Das Werk erhielt die Auszeichnung "Kinotower" in der Kategorie "Filme für Auserwählte". Sein Debüt am Theater vollzog Ochlobystin am 16. Februar 1996 im Moskauer Künstlertheater.

Seit dem 1. Dezember 2010 ist Ochlobystin kreativer Direktor bei der russischen Einzelhandelskette "Ewroset".

Am 18. April 2012 gründete Ochlobystin eine eigene Partei namens „Koalition Himmel“Die Partei hat nach Angaben des Gründers eine monarchistische, national-patriotische und christlich-orthodoxe Ausrichtung. In der Debatte um russische Punkgruppe Pussy Riot setzte sich der Kleriker-Schauspieler für die Frauen ein. In einem Brief an Patriarch Kyrill I. Schrieb er: „Mit jedem Tag, an dem die Teilnehmerinnen der Gruppe inhaftiert sind, verliert die Russische Orthodoxe Kirche die Unterstützung dutzender Christen.“

Foto aus der Serie „Interny“

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