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US-Truppen möchten Baltikum militärische Rückendeckung geben

US-Vizepräsident Joe Biden mit der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė und Staatspräsidenten Lettlands, Andris Bērziņš. Estlands Staatsoberhaupt war am diesem Termin wegen seinen Staatsbesuch nach Polen nicht anwesendUS-Vizepräsident Joe Biden mit der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaitė und Staatspräsidenten Lettlands, Andris Bērziņš. Estlands Staatsoberhaupt war am diesem Termin wegen seinen Staatsbesuch nach Polen nicht anwesendUS-Vizepräsident Joe Biden besuchte am 19. März Litauen. Dort sagte er, dass die USA prüft die Entsendung eigener Soldaten in die baltischen Staaten, um Estland, Lettland und Litauen Rückendeckung zu geben. Unter anderem wird die Möglichkeit überlegt, US-Truppen zu Ausbildungszwecken sowie Übungsmanövern an Land und zur See abzuordnen. Alle drei Länder gehören seit 2004 dem westlichen Militärbündnis NATO an.

Die von Russland betriebene militärische Besetzung der ukrainischen Krim-Halbinsel wird in den früheren Sowjetrepubliken mit große Sorge verfolgt. Die Länder haben  ihre eigene Okkupation durch den Sowjetunion im Jahre 1940 nicht vergessen. Dies geschah auf Grund der geheimen Zusatzprotokolle des Molotow-Ribbentrop-Paktes, den der kommunistische Diktator Jossif Stalin mit seinem Amtskollegen, dem Nationalsozialisten Adolf Hitler, abgeschlossen hatte.

Mit dem Blick auf die Geschehnisse auf der Krim, kommen den Balten die alten Gräueltaten der Russen in Erinnerung. Obwohl sich deren Staaten damals ohne Widerstand ergeben hatten, verschonte sie die Kapitulation jedoch nicht vor dem Terror. Die Russen hatten schon frühzeitig vor der Besatzung angefangen, die Listen von Personen anzufertigen, die beseitigt werden sollten.

Der massenhafte und alle Bevölkerungsschichten umfassende Terror sollte die Gesellschaft in so große Angst versetzten, dass eine größere Widerstandsbewegung auch in Zukunft unmöglich gemacht würde. Neben dem Terror kam noch eine planmäßige Zerstörung der nationalen Eliten dazu, zu der die angesehensten Leute gehörten. Zusätzlich wurden große Bevölkerungsgruppen deportiert, um die Balten als Nation zu schwächen. Der Angst vor den Russen war so groß, dass hunderte Familien flüchteten, viele unter schwierigen (Wetter)Bedingungen, teilweise mit kleinen Booten über die Ostsee nach Schweden.

Wenn die Esten, Letten und Litauer jetzt die Bilder aus der Krim sehen, ist kein Wunder, dass die alte Wunden neu aufgerissen werden und alte Ängste ans Tageslicht kommen.

Die westlichen Staaten haben 1945 die baltische Staaten in Stich gelassen, der damalige Kremlchef Stalin konnte 1944 mit stillen Einverständnis der westlichen Alliierten, nach dem deutsche Besatzer von der Roten Armee wieder zurück geschlagen wurden, Estland, Lettland und Litauen erneuert okkupieren. Und es kam wieder zu massenhaften Deportationen. Die Erinnerungen an russischen Okkupation, der bis 1991 andauerte, ist bis heute ein Trauma für die Balten.

Foto: © Präsidialamt Litauens / R. Dačkus 

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