Das Baltikum-Blatt

Baltikum

Ukraine: Deutschland stimmt sich mit baltischen Partnern ab

Veröffentlicht: 11. März 2014

Staatspräsidentin Dalia Grybauskaité mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in VilniusStaatspräsidentin Dalia Grybauskaité mit dem deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier in VilniusAußenminister Frank-Walter Steinmeier ist gestern Abend zu politischen Konsultationen in die baltischen Staaten gereist, teilt das Auswärtige Amt mit. In Tallinn trifft der deutsche Außenminister heute mit Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves und Außenminister Urmas Paet zusammen. Von dort geht es weiter nach Riga und Vilnius, wo hochrangige politische Gespräche mit Staatspräsident Andris Bērziņš und Außenminister Edgars Rinkēvičs stattfinden. Weitere Unterredungen wird Steinmeier in Vilnius mit Staatspräsidentin Dalia Grybauskaité führen.

Zentrales Thema aller Treffen sind die Beratungen über die Lage in der Ukraine und den Umgang mit der Krim-Krise. Steinmeier betonte bei seiner Ankunft in Estland, dass er die Sorgen der baltischen Partner teile und ernst nehme. Angesichts der dramatischen Entwicklungen in der Ukraine und vor allem der Krise auf der Krim stimmt sich Chefdiplomat Deutschlands eng mit den internationalen und europäischen Partner ab. 

Ein besonderes Augenmerk legt Steinmeier dabei auf die Suche nach einer gemeinsamen europäischen Antwort. Hierzu wird er heute Gespräche mit den engen EU- und NATO-Partnern Estland, Lettland und Litauen führen.

Enge Partnerschaft mit den baltischen Staaten
Nach seiner Ankunft in Tallinn machte Außenminister Steinmeier deutlich, dass die drei baltischen Staaten "ein wichtiger Teil Europas und seit ihrer Unabhängigkeit schnell zu festen Ankern der europäischen Wertegemeinschaft geworden" seien. "Auf dem Weg in die Europäische Union haben die baltischen Staaten viele Herausforderungen gemeistert. Dafür gebührt ihnen Anerkennung und Respekt", so Steinmeier weiter.

Estland, Lettland und Litauen waren bis zu ihrer Unabhängigkeit 1991 Teil der Sowjetunion. In allen drei baltischen Staaten gibt es jeweils zahlenmäßig bedeutsame russischsprachige Minderheiten. In Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen in der Ukraine und das russische Vorgehen im Hinblick auf die Krim hatten diese Staaten in den vergangenen Tagen besondere Sorge gezeigt.

Außenminister Steinmeier zeigte hierfür Verständnis und betonte: „Heute teilen wir als Partner gemeinsame Verantwortung in der EU und in der NATO. Die Sorgen unserer baltischen Partner angesichts der Lage in der Ukraine und auf der Krim teilen wir und nehmen wir sehr ernst.“

Foto: © Präsidialamt Litauens