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Die Ukraine trauert um ihre toten Helden

Weiße Rosen - SymbolbildDie Maidan-Aktivisten haben am Wochenende in der Ukraine Abschied von ihren toten Helden genommen. Behördeangaben zufolge haben während der Demonstrationen gegen den jetzt abgesetzten und flüchtigen Staatspräsidenten Viktor Janukowitsch 82 Menschen ihr Leben verloren.

Eine derartige Gewalt hat Europa seit Jahren nicht mehr erlebt. In der Nacht des 19. Februar lieferten sich Sicherheitskräfte und Demonstranten in Kiew blutige Straßenschlachten. In der Dnjepr-Metropole brannten während der Inferno-Nacht die Panzer, flogen die Steine und verirrte Kugeln töteten und verletzten die Menschen. Auf dem zentralen Maidan-Platz wurden viele Menschen zudem von Scharfschützen mit gezielten Schüssen umgebracht.

Nach der Trauertagen wird nun der von Parlament abgesetzten Präsident gejagt, ihm wird Massenmord und Staatsplünderung vorgeworfen. Gegen ihn ist ein Haftbefehl erlassen und er ist zur Fahndung ausgeschrieben worden . Dies wurde von kommissarischen Innenminister der Ukraine, Arsen Awakow laut Medienberichten bestätigt. Wenn ein Gericht das gestürzte Staatsoberhaupt verurteilen wird, droht ihm ein lebenslange Haft. Der 63-jährige Janukowitsch wird zur Zeit auf der Halbinsel Krim vermutet. Er soll eine halbe Milliarde Dollar bei sich tragen.

Schnelle finanzielle Hilfe benötigt
Die Ukraine steht vor der Staatsbankrott. Die kommissarische Regierung gab bekannt, das Land benötige 35 Milliarden US-Dollar (25,5 Milliarden Euro) Finanzhilfen, denn die Staatskasse sei geplündert worden. Der von Parlament, Werhowna Rada, bestimmte Übergangspräsident Alexander Turtschinow bezeichnete die wirtschaftliche Lage des Landes als „katastrophal“.

Die Europäische Union (EU) und Internationale Währungsfond (IWF) sind grundsätzlich bereit der Ukraine zu helfen. Doch Kredite wären mit demokratischen Reformen verbunden. Russland hat versprochene Milliardenkredite wegen jüngsten Ereignissen in der Ukraine zunächst auf Eis gelegt.

EU-Außenministerin Catherine Ashton wird heute in Kiew erwartet. Dort wird sie Krisengespräche mit der Übergangsregierung führen.

 

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