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Wodkaboykott gegen Russland

Russischer Wodka ist bei vielen Regenbogen-Partylöwen inzwischen tabu. Grund dafür: Russland hat Informationen über Homosexualität verboten. Dem Boykott-Aufruf des einflussreichen schwulen Aktivisten Dan Savage folgten binnen einer Woche Homo-Bars in Chicago, San Francisco, Seattle und anderen amerikanischen Städten. In New York City fanden sich am 31. Juli sogar hunderte Aktivisten ein, um ihre Wodka-Reserven wegzukippen. Die Ereignis fand großen Aufmerksamkeit in den amerikanischen Medien.

Einige warnen jedoch, dass der Boykott die Falschen trifft. So erklärte Regina Elsner laut Queer.de von der russisch-deutschen Gruppen Quarteera: Den Menschen vor Ort bringen diese Boykotte aber nichts, und die russische Politik treffen sie wirtschaftlich nicht. Im schlimmsten Fall lenken sie noch mehr Aggressionen auf die ohnehin diskriminierten Menschen, nach dem Motto: Ihr seid schuld, dass unsere Wirtschaft beeinträchtigt wird oder unsere internationalen Kontakte leiden.

Auch manche russische Wodka-Hersteller fühlen sich ungerecht behandelt. So unterstützt Stolichnaya ("Stoli") die schwul-lesbische Szene insbesondere in den USA seit Jahren. Auf ihrer Facebook-Seite hat die Firma, die offiziell in Luxemburg angesiedelt ist, auch die russische Homo-Politik scharf kritisiert.

Stoli-Chef Val Mendelew sagte: „Wir sind erschüttert über die fehlende Toleranz in Russland und darüber, dass das Gesetz Rechte einschränkt. Zur gleichen Zeit analysieren wir, was wir im Land dagegen tun können. Wahrscheinlich werden wir eine internationale oder lokale Hilfsorganisation auswählen, die das besser weiß als wir, was in Russland zu tun ist. Diese werden wir finanziell unterstützen.“ (asie/Queer)

Hier können Sie ein YouTube-Video ansehen.

 

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