Ad-Test
Google+
Diese Website selbst verwendet Cookies nur zur Funktionaltät. Die Cookies der
Werbepartner können werberelevante Informationen sammeln und weiterleiten.


Unglück auf der Ostsee mit Viking Amorella: Ende gut, alles gut

 

Reisefähre Amorella der Viking-Line der Reisefähre Amorella der Viking-Line der In der Ostsee zwischen Finnland und Schweden ist gestern (14. Dezember) ein Passagierschiff der Reederei Viking Line auf Grund gelaufen. Das Baltikum-Blatt berichtet mehrfach.

Die Reisefähre „Amorella“ lief gegen 12:40 Ortszeit bei den finnischen Inseln Åland (finnisch: Ahvenanmaa) fest auf Meeresboden. Die Strecke zwischen Turku in Finnland und der schwedischen Hauptstadt Stockholm gilt als kompliziert. Vor allem machen zahlreiche Untiefen, besonderes zwischen vielen Inseln das Navigieren schwierig.

Amorella erreichte Mariehamn
Die Unglücksfähre traf heute Nacht im Hafen von Mariehamn (finnisch: Maarianhamina) auf Åland ein. Auf der Schiff befanden sich der Tageszeitung „Helsingin Sanomat“ zufolge insgesamt 2014 Menschen, davon 1945 Passagiere.

Diesmal ist alles glimpflich ausgegangen. Doch die Seeleute wissen, dass es hätte auch zu einer Katastrophe kommen können. Nur ein Tag vorher fegte auf der Ostsee ein großer Sturm Namens „Seija“, den sogar Estland zu spüren bekam. Die Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis 115 Stundenkilometern knickten zahlreiche Bäume um und rissen das Dach eines Hochhauses ab, das auf umstehende Autos krachte. Verletzt wurde dabei aber niemand.

Wenn ein Schiff bei einem großen Sturm auf das Grund läuft, drückt der Wind es tief in Meeresboden und es besteht ein Gefahr, dass durch die extreme Belastung Risse entstehen und das Schiff dann voll läuft.

Am Samstag (14. Dezember) war das See schon ruhig und der Sturm war vorbei. So hatte die Viking „Amorella“ nach der durch die Störung in der Stromversorgung verursachte Manövrierunfähigkeit nur leichten Kontakt mit Meeresboden bekommen. Demzufolge traten amBug kleine Risse auf, die sich dann schließlich als ungefährlich herausstellten. Das Seewasser sei in die Ballasttanks geflossen, die sowieso schon Wasser beinhalten. Damit bestand laut der finnischen Seenotrettung keine Gefahr, dass das Schiff sinke.

Als die Schlepper die große Passagierfähre befreit hatten, konnte „Amarella“ mit eigenen Kraft die Unglücksstelle verlassen und Kurs auf Mariehamn nehmen.

Der Geschäftsführer von Viking Line, Mikael Backman sagte der finnischen Zeitung, dass die Fähre Pech hatte. Wäre die Stromunterbrechung auf offenem Gewässer eingetreten, hätte man diese Panne nur mit einem leichten Schreck quittiert: „Jetzt kam zu dem technischen Schaden aber die Fahrt auf einer navigationsmäßig schwierigsten Stelle der Route,“ erklärte Backman.

Die Experten der Sicherheitssamtes Trafi haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie gehen die Frage nach, wie es zu der Stromunterbrechung kommen konnte und warum die Notaggregate nicht eingesprungen sind.

Die Großteil der Passagiere der Unglücksfähre konnten noch in der Nacht ihre Reise nach Stockholm mit der Schwesterfähre „Rosella“ fortsetzen. Die „Rosella“ ist das älteste Schiff der Viking-Flotte. Normalerweise verkehrt die Fähre zwischen Marienhamn und Kappelskär.

Reisende zurück nach Finnland blieben auf der „Amorella“ zum Übernachten. Ein Teil der Passagiere wurde mit Bussen in die Hotels transportiert. Diejenigen, die im Eile waren, wurden noch in der Nacht zum Hafen Långnäs gebracht, es liegt 30 Kilometern von Mariehamn entfernt. Dort konnten sie mit Tallink Silja Line „Galaxy“ weiter nach Turku fahren.

Passagiere, die auf der Fähre und in Hotels übernachtet haben, konnten ihre Reise heute um 14:25 mit Viking „Grace“ fortsetzen.

Quelle: Helsingin Sanomat /DBBL

Foto: © Länsi-Suomen Merivartiosto

Folgen Sie uns auch auf Facebook und Twitter ,um immer auf dem Laufenden über Nachrichten aus aller Welt zu bleiben.