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Kein finnisches Steuergeld für Guggenheim-Museum

Helsinki schafft einen neuen Anlauf für ein Guggenheim-Museum in der Metropole in der Nähe der Uspenski-Kathedrale (Stadtteil Katajanokka). Ein Jahr nach der Ablehnung des Projekts erwartet die finnische Hauptstadt nun ein neues Angebot der Guggenheim-Foundation in New York. Diese soll laut stellvertretendem Bürgermeisterin Ritva Viljanen bis September vorliegen. Das Projekt war vom Bürgermeister Helsinkis, Jussi Pajunen, angekurbelt worden, stieß aber sofort wegen hohen Baukosten, 140 Millionen Euro auf breiten Widerstand.

Ein Kommentar dazu: Nachdem die Stadt Helsinki im vergangenen Jahr den Bau eines Guggenheim-Museums abgelehnt hat, will die Guggenheim-Stiftung das Projekt nun wiederbeleben. Die liberale Tageszeitung Kaleva hat da ihre Vorbehalte: "Das Guggenheim-Museum ist in Finnland willkommen - aber nur, solange es mit privaten Mitteln oder den Steuern der Bürger von Helsinki errichtet wird. Der finnische Staat kann angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage höchstens einen symbolischen Beitrag leisten. Es ist unmöglich, eine Investition von mehreren hundert Millionen Euro in ein Projekt zu rechtfertigen, wenn der Staat gleichzeitig kein Geld zur Belebung der Wirtschaft hat. Außerdem sorgt die Art und Weise, mit der das Guggenheim-Museum nach Finnland gebracht werden soll, für massiven Widerstand. Die Verschwiegenheit und die Einbindung ehemaliger Regierungsreferenten deuten stark darauf hin, dass es einen enormen Drang gibt, sich an Steuergeldern zu bedienen. Falls privates Geld in Aussicht ist, wie die Guggenheim-Initiatoren versichern, muss das umgehend bestätigt und öffentlich gemacht werden."

Quelle: www.eurotopics.net (02.08.2013)

Info:
Die Solomon R. Guggenheim Foundation in New York City ist eine Non-Profit-Organisation. Die Ausstellung wurde von der deutschen Malerin Hilla von Rebay (1890-1967) aufgebaut und 1937 von dem Industriellen und Kunstsammler Solomon R. Guggenheim (1861–1949) als Stiftung gegründet. An der Projekt haben unter anderem Wassily Kandinsky, Rudolf Bauer und Otto Nebel mitgewirkt.

Die Sammlung von Guggenheim wurde naher durch Schenkungen und Zukäufe der Werke von Paul Klee, Pablo Picasso, Edgar Degas, Mark Rothko, Oskar Kokoschka, Joseph Beuys, Joan Miro und vielen anderen erweitert und gilt heute als eine der wichtigsten Ausstellungen der klassischen Moderne.

 

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