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Finnland will an Militärübungen in Estland teilnehmen

Staatspräsident Finnlands, Sauli Niinistö mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf der Frankfurter Buchmesse 2014Staatspräsident Finnlands, Sauli Niinistö mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf der Frankfurter Buchmesse 2014Lange wurde darüber diskutiert, ob Finnland an der Militärübungen in Estland teilnehmen soll. Der Staatspräsident Sauli Niinistö und Außenminister Erkki Tuomioja vertraten eher die Position, die gegen die gemeinsamen Flugtrainingseinheiten war. Der Premierminister Alexander Stubb und Verteidigungsminister Carl Haglund befürworteten die Gemeinschaftsübungen.

Der Grund für der langen Überlegungen ist einfach. Finnland mit rund sechs Millionen Einwohnern hat mit Russland eine lange Grenze von 1200 Kilometern. Das Riesenreich in der Nachbarschaft ist traditionell einer der wichtigsten Handelspartner Finnlands. Im Jahr 2013 exportierten die Finnen Waren im Wert von 5,4 Milliarden Euro nach Russland. Wie die baltische Staaten wissen und aktuell auch die andere Staaten der Europäische Union (EU) zu spüren bekommen, hat Moskau die Angewohnheit Wirtschaftskriege zu entfachen, wenn es der Meinung ist, ein Nachbar habe ihre Interessen verletzt.

Keine Übung der Verteidigung eines NATO-Mitgliedslandes
Helsinki ließ wissen, dass es bei der Lufttrainingseinheiten nicht um Übung der Verteidigung eines NATO-Mitgliedslandes geht. Estland ist, wie auch die USA Mitglied des westlichen Verteidigungsbündnisses. Als militärisch neutrale Staaten gehören Finnland und Schweden den Allianz nicht an.

Laut finnischem Rundfunk YLE hat Niinistö heute mitgeteilt, dass sein Land doch an den Luftübungen auf dem Flugstützpunkt Ämari in Estland neben Schweden und den USA teilnehmen wird. Die Entscheidung sei nach einem gemeinsamen Beratung der Außen- und Sicherheitskommission der Regierung gefallen.

Laut Niinistö werden die gemeinsamen Luftübungen mit der USA und Schweden im März stattfinden und drei Wochen andauern. Finnland wird in den ersten zwei Wochen die Flugmanöver in den Schulungseinheiten mit den US-Militärmaschinen Typs F-16 bewerkstelligen. Die Amerikaner bringen ihre Militärmaschinen nach Estland aus italienischen Aviano mit. In der letzten Übungswoche werden dann auch die Kampfjets aus Schweden in Ämari eintreffen.

Die Militärübungen werden in den Lufträumen von Finnland und Schweden, aber auch im internationalen Luftraum über der Ostsee durchgeführt. Der Kreml hat sich noch nicht zu den Übungen geäußert.

Foto: © Das Baltikum-Blatt / AWSiebert

 

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